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1. Was ist Kurzsichtigkeit?

Emmetropie bezeichnet die normale Sehschärfe des Auges, die sich bei Einfall paralleler Lichtstrahlen aus fünf Metern Entfernung optimal einstellt und ein scharfes Bild auf der Fovea der Netzhaut erzeugt. Die normale Sehschärfe des Auges hängt von der Übereinstimmung verschiedener Parameter ab, wie beispielsweise der Brechkraft des Augapfels und der Länge der Augenachse.

 

Kurzsichtigkeit bedeutet, dass parallel einfallende Lichtstrahlen aus fünf Metern Entfernung im entspannten Auge durch das optische System des Auges auf der Netzhaut gebündelt werden und dort ein unscharfes Bild erzeugen. Hauptursache ist eine zu lange Augenachse, eine zu hohe Brechkraft des Auges oder eine Diskrepanz zwischen Augenachse und anderen optischen Parametern wie der Brechkraft. Im Oktober 2021 veröffentlichte die Nationale Gesundheitskommission die „Richtlinien für geeignete Technologien zur Prävention und Kontrolle von Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen (Aktualisierte Fassung)“. Diese Richtlinien klassifizieren Kurzsichtigkeit in Prämyopie, leichte und schwere Myopie. Bei schwerer Kurzsichtigkeit, die mit strukturellen und funktionellen Schäden am Augenhintergrund einhergeht, spricht man von pathologischer Myopie.

2. Welche Gefahren birgt Kurzsichtigkeit?
Die Hauptmanifestation von Kurzsichtigkeit ist die Unschärfe in der Ferne. Sie kann zu trockenen Augen, visueller Ermüdung, Hervortreten der Augäpfel und anderen Problemen führen. Schreitet die Kurzsichtigkeit schnell fort und ist stark ausgeprägt, erhöht sich das Risiko für Augen- und Funduskomplikationen. Sind beide Eltern stark kurzsichtig, steigt das Risiko für ihre Kinder entsprechend an. Ohne wirksame politische Maßnahmen wird dies die Sehqualität der heutigen und zukünftigen Bevölkerung beeinträchtigen. Zukünftig wird mein Land mit einem erheblichen Mangel an Fachkräften konfrontiert sein, die den Anforderungen an gutes Sehvermögen in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Präzisionsfertigung, Militär und anderen Branchen gerecht werden. Dies gefährdet unmittelbar die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft sowie die nationale Sicherheit meines Landes.
3. Wie ist der aktuelle Stand der Myopie?
Der rasante Anstieg der Kurzsichtigkeit hat sich mittlerweile zu einem globalen Problem der öffentlichen Gesundheit entwickelt, das nicht länger ignoriert werden darf. Laut den von der Nationalen Gesundheitskommission veröffentlichten Daten zur Kurzsichtigkeitsrate bei Kindern und Jugendlichen in meinem Land lag diese im Jahr 2020 landesweit bei 52,7 %. Davon entfielen 14,3 % auf Sechsjährige, 35,6 % auf Grundschüler, 71,1 % auf Schüler der Sekundarstufe I und 71,1 % auf Schüler der Sekundarstufe II. Die Geburtenrate lag bei 80,5 %, was einen Trend zu einer hohen Inzidenz und einem jüngeren Erkrankungsalter verdeutlicht.
4. Welche Lernumgebung ist förderlich für die Augengesundheit?
Kinder benötigen zum Lernen ausreichend Licht. Unangemessene Beleuchtung kann die Augen schädigen. Eltern sollten den Schreibtisch ihrer Kinder an einem gut beleuchteten Ort aufstellen, tagsüber das natürliche Licht optimal nutzen und direktes Licht auf der Tischplatte vermeiden. Beim Lernen am Abend sollte neben der Schreibtischlampe eine zusätzliche, geeignete Hintergrundbeleuchtung verwendet werden, um den Kontrast zwischen Licht und Dunkelheit auszugleichen und ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. Die Schreibtischlampe sollte einen Lampenschirm haben und dem Schreibenden gegenüberliegen. Das Licht sollte nicht direkt in die Augen scheinen, um Blendung zu vermeiden. Vermeiden Sie es, bei direkter Sonneneinstrahlung oder schwachem Licht zu lesen oder zu schreiben; lesen Sie nicht im Bett oder auf dem Tisch; lesen Sie nicht beim Gehen oder in einem wackeligen Auto; schreiben Sie nicht mit zu dünnen Stiften und verwenden Sie keine zu kleinen Buchstaben. Halten Sie beim Schreiben einen Stift mit ausreichend Abstand zwischen den Fingerspitzen und der Spitze.
 
5. Was versteht man unter Hyperopiereserve? Welche Bedeutung hat sie für die Prävention und Kontrolle von Myopie?
Unter normalen Umständen sind die Augen von Neugeborenen nach der Geburt weitsichtig. Diese physiologische Weitsichtigkeit wird als Weitsichtigkeitsreserve bezeichnet. Mit dem Wachstum und der Entwicklung nimmt die Weitsichtigkeit der Augen von Kindern und Jugendlichen allmählich ab. Idealerweise entwickeln Kinder bis zum 12. Lebensjahr eine normale Sehschärfe (Emmetropie). Die Weitsichtigkeitsreserve ist ein wichtiger Indikator zur Überwachung der Dioptrienentwicklung. Durch zu frühe und übermäßige Nahsichtigkeit haben manche Kinder und Jugendliche ihre Weitsichtigkeitsreserve bereits vor dem 6. Lebensjahr aufgebraucht und entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit im Grundschulalter Kurzsichtigkeit. Normalerweise sollte ein 6-jähriges Kind eine Weitsichtigkeitsreserve von +1,0 bis +1,5 Dioptrien haben. Unternehmen Sie mit Ihren Kindern viel Zeit im Freien und reduzieren Sie die Nahsichtigkeit, um die Weitsichtigkeitsreserve effektiv zu erhalten.

6. Gelegentlich verschwommenes Sehen, muss ich mich im Krankenhaus untersuchen lassen?

Bei längerer Nutzung elektronischer Geräte oder bei Nahaufnahmen bleiben die Augenmuskeln angespannt, was kurzzeitig zu verschwommenem Sehen führen kann. Treten diese Symptome nur gelegentlich auf und bestehen keine weiteren Beschwerden oder Veränderungen, können Sie sich entspannen und die Augen wieder an die Umgebung gewöhnen, indem Sie in die Ferne schauen (mehr als 5 Meter) oder einen Spaziergang im Freien machen. Sollten keine Besserung eintreten oder Gesichtsfeldausfälle, Amaurose oder andere Symptome hinzukommen, ist es ratsam, umgehend einen Arzt aufzusuchen, um entsprechende Untersuchungen und Behandlungen durchführen zu lassen.

7. Werde ich anfällig für Kurzsichtigkeit, wenn ich lange lese und schreibe?

Studien haben gezeigt, dass intensive Nahsicht während der visuellen Entwicklungsphase von Kindern und Jugendlichen der Hauptgrund für die hohe Kurzsichtigkeitsrate in der Gesamtbevölkerung ist. Je geringer der Augenabstand und je länger die Dauer, desto größer die Belastung für die Augen und desto stärker die Schädigung. Verharren wir lange in diesem Spannungszustand, verkrampfen sich die Augenmuskeln, was Kurzsichtigkeit begünstigen kann. Beim Lesen und Lernen sollten Sie daher regelmäßig Pausen einlegen. Grundschüler und Schüler der Sekundarstufe I sollten ihre Augen nicht länger als 40 Minuten am Stück in der Nähe anstrengen. Je jünger das Kind, desto kürzer sollte die empfohlene Dauer der ununterbrochenen Nahsicht sein.


Veröffentlichungsdatum: 01.07.2023